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Besichtigung des Stammwerkes der Henkel AG & Co. KGaA

Waren einmal anders gelöscht: Studierende der Hochschule Neuss für Internationale Wirtschaft besuchen die Werkfeuerwehr Henkel

Was die Feuerwehr mit der Bewegung von Güterströmen zu tun hat, konnten Studierende der Hochschule Neuss für Internationale Wirtschaft am 28.07.2011 bei einem Besuch der Werkfeuerwehr Henkel herausfinden. Seitens der Hochschule begleitet von Frau Prof. Dr. Pleitgen und Herrn Manthei, zeigte ihnen Herr Arno Dittmann (Brandschutzingenieur und Stellv. Leiter Werksfeuerwehr Henkel) im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Ortstermin“ der Hochschule sowohl theoretisch als auch praktisch die Wichtigkeit von Gefahrenvermeidung und –bekämpfung in Produktion und Logistik am Beispiel des internationalen Markenunternehmens Henkel auf.

Henkel, vielen eher durch Marken wie Pril und Persil bekannt, ist Weltmarkenführer in den Bereichen Kleben, Dichten und Oberflächenbehandlung, die als industrielle Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts gelten. Herr Dittmann stellte in einem einführenden Vortrag dar, dass der Gefahrenvermeidung und –bekämpfung deshalb auf dem Werksgelände entscheidende Bedeutung zukommt. Die Werkfeuerwehr Henkel übernimmt auf dem Gelände des Industrieparks vielfältige Einsätze. Diese betreffen die Bereiche Rettungsdienst, Bergung, Chemieunfälle, Verkehrsunfälle, aber z.B. auch die Kontrolle der Einhaltung von Vorschriften und die Vorsorge.

Einen weiteren wesentlichen Baustein formt das TUIS (Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungssystem): Chemikalien gehören zu den Wirtschaftsgütern, die täglich in großen Mengen auf Straßen, Schienen oder Wasserfahrzeugen befördert werden. Die Sicherheit beim Transport von Chemikalien ist für die Unternehmen der deutschen chemischen Industrie dabei von höchster Bedeutung. Aber trotz aller Vorsorge und Sicherheitsmaßnahmen lassen sich Unfälle nicht immer vermeiden. Dann ist es von oberster Priorität, zu wissen, womit man es zu tun hat. Aus diesem Grund hat der Verband der chemischen Industrie das flächendeckende Hilfeleistungssystem TUIS gegründet - Henkel ist selbstverständlich Mitglied.

Nach einer Einführung konnten sich die Studierenden selbst ein Bild machen. Bei einem Rundgang durch das voll automatisierte Hochregal- und das Gefahrgutlager der Firma Cretschmar Logistik GmbH, die im Auftrag von Henkel die Lagerhaltung stellt, erfuhren die Studierenden Details über die sehr strengen Sicherheitsvorschriften und die Sicherheitseinrichtungen im Objekt. Im Anschluss ging es weiter zur Gefahrgutkontrolle am LKW Tor, an dem alle einfahrenden und ausfahrenden LKW überprüft werden. Die Studierenden konnten an mehreren Prüfungen teilnehmen und sich dabei selbst von den hohen Sicherheitsstandards bei Henkel überzeugen. Dabei erfuhren sie zudem, wie man auch im Alltag jederzeit Informationen über Gefahrgüter einholen kann: So bieten beispielsweise Android und iPhone inzwischen Apps zum Thema Gefahrgut an.

Durch den engen Kontakt zu Unternehmen wie Henkel wird den Studierenden der Hochschule Neuss für Internationale Wirtschaft ermöglicht, sich über ihr eigenes Unternehmen hinaus Eindrücke von Bereichen zu verschaffen, die ihnen ansonsten nicht zugänglich wären – und die ihnen einen ganz anderen Blick auf das Themenfeld Logistik erlauben.

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